Riesling - Der große deutsche Klassiker

Herkunft: Der Ursprung der Riesling-Rebe ist bis heute nicht ganz geklärt. Der Name der Reben stammt entweder von dem dunklen Rebenholz (Rußling), der rassigen Säure (Rißling) oder daher, dass bei leichtem Frühlingsfrost die Blüte zu rieseln beginnt.

Riesling ist derzeit die deutsche Rebsorte schlechthin. Die Rieslingrebe ist spät-reifend. In guten Jahren können diese Weine, mit ihrer kräftigen harmonischen Säure und ihrer langen Haltbarkeit, durchaus zu den international anerkannten Spitzenweinen zählen.

Geschmacksprofil: Zwischen Trocken und Edelsüß ist beim Riesling alles möglich. Rieslingreben liefern ausgewogene, säureverspielte, rassige, sowie harmonische Weine. Das Bukett erinnert an Aprikose, Pfirsiche und Rosen.

Passt zu: Trockene bis halbtrockene Riesling passen gut zu Fischgerichten , zu Fleischgerichten mit hellen Saucen sowie zu verschiedenen Nudelgerichten..


Müller-Thurgau (Rivaner) - Der Unkomplizierte

Herkunft: Die Müller-Thurgau-Rebe wurde 1882 von Prof. Dr. H. Müller aus dem Kanton Thurgau (Schweiz) in Geisenheim gezüchtet, aber erst 1913 nach ihm benannt. Lange Zeit hielt man den Müller-Thurgau für eine Kreuzung aus Riesling und Silvaner (daher das Synonym Rivaner) Neuere Untersuchungen deuten aber darauf hin, dass die Rebe eine Kreuzung von Riesling x Madelaine royale ist.

Geschmacksprofil: Der Rivaner bringt nach Apfel, schwarzer Johannisbeere und Aprikosen duftende, leichte, elegante Qualitätsweine mit einem leichten Muskatton und milder Säure hervor. Die Weine sollten nicht lange gelagert werden, da sich das Muskataroma schnell verflüchtigt.

Passt zu: Müller-Thurgau sind unkomplizierte Zechweine. Sie passen zu leichten Speisen (z.B. Spargel), sind aber auch als abendlicher Trinkwein sehr beliebt.


Grauer Burgunder (Pinot grigio) / Ruländer

Herkunft: Beim Grauen Burgunder handelt es sich um eine Mutation des Blauen Spätburgunders. Früher wurde die Traube auch süß als "Ruländer" ausgebaut. Mit dem Imagewechsel hin zu "trocken" wechselte auch der Name.

Geschmacksprofil: Graue Burgunder werden heute meist trocken ausgebaut und besitzen eine angenehme Säure. Das Bukett weist Aromen von Kastanie, Kokosnuss, Haselnuss, Mandeln, Butter sowie fruchtige Aromen, die an Birne, Rosinen, Ananas und Zitrusfrüchte erinnern auf.

Passt zu: Grauburgunder Kabinett passt zu Vorspeisen, Fisch, Spargel, eignet sich aber auch als Sommerwein. Spätlesen passen zu Braten und Wild sowie reifen Weichkäse.


Weißer Burgunder (Pinot Blanc)

Herkunft: Fortsetzung der Grauburgunder-Mutation. Bekannt ist der Pinot blanc seit dem 14. Jahrhundert

Geschmacksprofil: Dezentes Aroma, das häufig an Birne, Apfel, Zitrusfrüchte oder Ananas erinnert. Angenehm frische Säure.

Passt zu: Der Wein passt gut zu hellem Fleisch und Meeresfrüchten oder ist als gut gekühlter Terrassenwein zu genießen.


Kerner - der kleine Verwandte des Rieslings

Herkunft: Kreuzung aus Trollinger und Riesling. Bezeichnung nach dem Weinsberger Poeten und Oberamtsarzt Justinus Kerner.

Geschmacksprofil: Alle Qualitätsstufen bis zur Auslese sind möglich. Das Bukett ist feinaromatisch und fruchtig.

Passt zu: Trockene oder halbtrockene passen gut zu leichten und dezenten Vorspeisen. Süße Spätlesen besonders gut zu Desserts.


Scheurebe

Herkunft: Die Scheurebe ist eine Kreuzung zwischen Riesling und Silvaner, die 1916 von Georg Scheu gezüchtet wurde. Die Scheurebe ist sehr gut für Sekte und Seccos sowie Traubensaft geeignet.

Geschmacksprofil: Der Wein weist ein leichtes Rieslingbukett auf, das zum Teil muskatartig ist. Das Bukett erinnert an schwarze Johannisbeeren (Cassis), Mandarinen, reife Birnen und Holunder.

Passt zu: Der Wein der Scheurebe passt zu kräftigen Fleischspeisen, Geflügel und besonders zu Wokgerichten.


Portugieser

Herkunft: Beim Portugieser könnte man im Namen einen Hinweis auf das Herkunftsland vermuten. Es gibt aber keinerlei Hinweise darauf. Wahrscheinlich stammt er aus Österreich.

Geschmacksprofil: Portugieserweine sind häufig hellrot, blumig, duftig oder zartfruchtig. Vielfach wird der Portugieser nach kurzer Maische-Standzeit abgepresst und zu Weißherbst verarbeitet. Oft wird er als Sommerwein empfohlen. Das Bukett zeigt Anklänge von roten Johannisbeeren, Himbeeren oder Erdbeeren.

Passt zu: Süffiger und frischer Schoppenwein. Als Essensbegleiter passt er gut zu Terrinen oder Muscheln.


Dornfelder

Herkunft: Der Dornfelder ist eine Kreuzung aus Helfensteiner (Frühburgunder x Trollinger) und der Heroldrebe (Portugieser x Lemberger). Er ist nach dem Weinbaufachmann Imanuel Dornfeld benannt, der in Weinberg eine Weinbauschule gründete.

Geschmacksprofil: Dornfelder wird meist trocken, teilweise auch halbtrocken ausgebaut. Aus der Traube gehen typisch tiefgefärbte, dunkelrote Weine hervor, die fruchtig, körperreich und von milder Säure sind. Die Weine weisen intensive Fruchtaromen wie Sauerkirsche, Brombeere und Holunder auf.

Passt zu: Dornfelder passt gut zu kräftigem Braten, Wild oder Käse.


Spätburgunder

Herkunft: Der Spätburgunder ist evtl. aus Mutation der Müllerrebe entstanden. Er wird zur Burgunderfamilie gerechnet. Im 18. Jh. soll der "Pinot noir" (so das Synonym) aus dem Burgund an die Ahr gebracht worden sein.

Geschmacksprofil: Spätburgunder sind vollmundig, samtig, mit einem feinen Aroma. Besonders in Jungweinen kann die Frucht des Weines an die von Brombeere Erdbeere und Kirsche bis hin zu schwarzen Johannisbeere erinnern.

Passt zu: Spätburgunder passt zu kräftigem Braten, zu Wild oder Käse. Weißherbste eignen sich zu Vorspeisen und Terrinen.